Liebe, Innenarbeit und Transformation

13.09.2023 - 17.09.2023

ZEGG, Bad Belzig

Wir haben aus unserer über 35 jährigen Erfahrung in der Arbeit mit Menschen ein Modell entwickelt. Es erklärt und verdeutlicht soziale Dynamiken unter Menschen. Wir nennen es das Transformationsmodell. Wir werden die Elemente dieses Modells anschauen und welche Rolle sie in unserem Leben spielen. Es handelt sich um Projektion, Abwehr von Liebe und unsere angepasste gesellschaftliche Identität.

Gemeinschaft Intensiv 49

Projektion: Schon als Kinder erleben wir immer wieder Situationen, wo unsere natürlichen Impulse auf Abwehr stoßen. Folglich entwickeln wir eine Ersatz-Identität, ein angepasstes Bild, das unser wahres Sein verdeckt.

Wir fangen an es wie eine Maske vor uns her zu tragen und identifizieren uns immer mehr mit diesem Bild, mit dem wir in die Welt gehen und dort interagieren. Die meisten Menschen wissen nichts mehr von diesem Vorgang. Sie haben sich in die Rolle gefügt, die sie spielen und ahnen kaum noch wer hinter der Maske ist.

So gibt es ein gewünschtes Verhalten und ein unerwünschtes. Das Unerwünschte wird unterdrückt. So entsteht unser psychologischer Schatten, das Unterbewusste. Die verdrängten Anteile projizieren wir auf Andere und wehren sie dort stellvertretend im Außen ab. Wir verletzen dadurch nicht nur Andere, sondern auch unseren sowieso schon verletzten Wesenskern.

Abwehr von Liebe: Gleichzeitig verschließen wir uns von wirklicher Liebe und Nähe, denn sie berührt unsere Sehnsucht und macht uns den Schmerz der Unterdrückung in uns erneut bewusst. Wir werden dort auch Menschen abwehren und bekämpfen, die liebevoll in der Welt stehen. Wilhelm Reich nannte diesen Vorgang den „Christusmord“.

Er beschreibt eine Situation, in der Menschen aus ihrem Schatten heraus andere in ihrer Lebendigkeit und Liebe nicht ertragen können und angreifen. Es ist für sie unerträglich, Liebe zu sehen, die zugleich ihre größte Sehnsucht und größte Angst ist. Der Verlust des Paradieses steht für den Verlust der Lebendigkeit in uns. Folgen Menschen ihrer Angst, bekämpfen sie die Liebe und das Licht genauso wie die Person, die sie anbietet.
Oder aber umgekehrt, sie überhöhen die Person, die sie anbietet und das führt auch nicht zur Liebe. Es ist die traurige Normalität des Christusmords in unserer Gesellschaft.

Die Alternative ist einfach und schwer zugleich: Ich erkenne, dass meine Sehnsucht angesprochen ist, die ich tief vergraben habe und lasse mich noch einmal berühren. Dann fange ich an, mich da, wo ich mich für nicht liebenswert hielt, selber zu lieben. Das Leben miteinander auf diesem Planeten könnte wieder ein Paradies sein.

ZEGG Gelände 21

Was brauche ich, um mich berühren zu lassen und mich zu lieben an Stellen, wo ich entschieden habe mich nicht mehr berühren zu lassen?

Gelingt es uns diesen Weg zu gehen und den Schatz zu heben und erneut Nähe und Kontakt zuzulassen?

Wir laden dich zu dieser inneren und äußeren Reise ein.
Wir werden uns vier Tage bewusst machen, welchen Strukturen wir innerlich automatisch folgen. Wir werden erkennen, wie sie uns trennen von dem, was wir eigentlich ersehnen. Gemeinsam machen wir uns auf die Reise und können erleben wie schön es ist in einem geklärten Raum mit Menschen zusammen zu sein. Dadurch sind wir in der Lage uns an vielen Weichen in unserem Leben neu zu entscheiden und zu verändern.

Kursleitung: Achim Ecker, Ina Meyer-Stoll, Michael Anderau

Kursgebühr: 390 €, Frühbucher bis 1.6.23: 340€